KaMa Quartett & Nippy Noya

FreshJazz

Fri 07. Sep / 20:00 - 21:00 Uhr / Schuppen 6.

Künstler info

KaMa Quartet


Die Wochenzeitung „Die Zeit" zählte „A Love Supreme/Universal Tone" des KaMa Quartet zu den besten Alben des Jahres 2016.


Mit ihrem ausgeklügelt changierenden Post-Fusion-Album „A Love Supreme/Universal Tone" hat Katharina Maschmeyer mit ihrem feinnervig wie ungemein spielfreudig agierenden KaMa Quartet sehr eindrucksvoll eine Brücke aus Coltranes Zeit ins Heute geschlagen und positioniert ihre Band als ein starkes Kollektiv im deutschen Jazz. (Deutschlandfunk Kultur)


„Wie viel spirituelle Durchdringung der Jazz-Geist von heute tatsächlich noch verträgt, wird jede und jeder selbst entscheiden. Katharina Maschmeyer lädt ein, genau darüber nachzudenken. Ihr Quartett geht in dieser sehr besonderen Coltrane-Hommage den Weg zurück in die Geschichte und dann wieder über 50 Jahre bis in die Gegenwart. Es macht Spaß, dem Ensemble auf diesem Weg zu folgen." - NDR Play Jazz (Michael Laages)


Coltranes epochales Album zu covern ist wahrlich kein leichtes Unterfangen. So illustre Jazzmusiker wie Branford und Wynton Marsalis oder das Turtle Island String Quartet sind an einer stimmigen Interpretation bereits gescheitert. Katharina Maschmeyer, Gitarrist Nils Pollheide, Keyboarder Philipp Rüttgers und Schlagzeuger Jens Otto sind bei ihrem Versuch nicht der Verlockung erlegen, die spirituelle Tiefe des Originals zu replizieren, sondern der adorierten Suite über ihre eigenen ganz individuellen Erfahrungswelten einen musikalischen Stempelabdruck zu verpassen, der weitab des akustischen Klangbildes der Coltraneschen Vorgabe liegt. Und doch kommt die Band durch die Hinzunahme des legendären Percussionisten Nippy Noya (John McLaughlin, Billy Cobham, Stan Getz, Chaka Khan, Volker Kriegel, Peter Herbolzheimer) dem Ursprungsgedanken Coltranes näher als man vielleicht vermuten könnte. Dieser hatte nämlich für die Umsetzung von „A Love Supreme" eigentlich eine neunköpfige Besetzung einschließlich eines Percussionisten vorgesehen, ehe er sich doch anders entschied.


Das KaMa Quartet amalgamiert die vier Teile der Suite mit einem Sound, der dem in der Geburtsstunde des Jazzrock Ende der 60er Anfang der 70er Jahre nicht unähnlich ist. Eine Klangästhetik, die ganz nah bei dem über Jahre hinweg kultivierten Sound des Quartetts bleibt und der durch virulente Grooves und das rasante Zusammenspiel von Saxophon, Gitarre und Keyboards geprägt wird. Anders als Coltrane, der die Suite nur auf dem Tenorsax spielte, wechselt Katharina Maschmeyer auch einmal vom Tenor zum Sopran und zur Bassklarinette und weitet nicht nur den klanglichen Raum, sondern verändert dadurch - ohne Wahrhaftigkeitsverlust (!) - die Grundstimmung der Originalstücke. Ein Schachzug, der sich auszahlt! Die Musik wirkt höchst autonom und man hört sie in jedem Moment nicht als Cover, sondern als eigenständiges musikalisches Statement. - Jazz Podium (Thorsten Hingst)


Beim Travejazz-Festival wird das KaMa Quartet nicht nur Coltranes Klassiker zum Besten geben, sondern auch Artverwandtes und eigene Kompositionen.


Katharina Maschmeyer – Tenorsax, Sopranssax, Bassklarinette
Nils Pollheide – E-Gitarre, A-Gitarre, Bass
Philipp Rüttgers – Piano, Keyboard
Jens Otto – Schlagzeug
Nippy Noya - Percussion

 

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