Tini Thomsen Max Sax

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Sat 08. Sep / 20:00 - 22:00 Uhr / Schuppen 6.

Künstler info

Tini Thomsen Max Sax

Seit 2011 arbeitet die hochdekorierte Tini Thomsen – 2015 erhielt sie den IB.SH-Jazzaward, 2016 den Deutschen Musikautorenpreis in der Sparte Jazz/Crossover - als freie Musikerin, Arrangeurin und Komponistin.

Dass ihre instrumentale Kompetenz von Kollegen und Bandleadern ebenfalls hochgeschätzt wird, belegen Engagements bei The Temptations, Cro, Incognito, der Nils Landgen Funk Unit, Dr.John, der hr-Big Band und der NDR Big Band.

Ende 2014 erschien mit „MaxSax“ ihre erste Solo-CD. Der den Nagel auf den Kopf treffende Titel des Albums wurde flugs zum Bandnamen erhoben und brachte die Stoßrichtung ihrer Musik gleich mal auf den Punkt.

Was da aus den Boxen krachte, hatte mit der – im Vergleich - instrumentalen Betulichkeit eines Gerry Mulligan, John Surman, Nick Brignola oder Gary Smulyan nichts mehr zu tun. Niemals zuvor hatte man ein Baritonsaxophon so vital, wendig, groovend und energetisch gehört, wie in diesem Quartett. Die Synkopen flogen einem wie ein wildgewordener Schwarm Hornissen um die Ohren, die Grooves walzten sich tonnenschwer durchs dichte Soundgestrüpp und die verzerrten Gitarrenriffs klangen auch eher nach Pearl Jam, Tool oder Kyuss, als nach feingeistig ziselierter Jazzgitarristik. Die Musik kam so breitbeinig und mächtig daher, so extrem, wuchtig und unpoliert, dass man lieber noch mal zum CD-Cover griff, um wirklich sicher zu gehen, dass hier nicht ein in speckiges Leder gewandeter Leviathan akustisches Feuer spuckte, sondern eine kleine Frau auf High-Heels und im schwarzen Overall ihr Baritonsax mit Verve und Wucht zu Höhenflügen peitschte, dass es eine wahre Freude war.

Auf der Bühne ist diese Band schlichtweg ein Ereignis. Die Power und Spielfreude, die da über die Rampe transportiert wird, ist mit einer Virulenz versehen, dass es das Publikum meist nur wenige Sekunden auf den Stühlen hält. Der Sound und Groove von MaxSax schreit förmlich nach Bewegung!

Meine Lieblingsbands sind halt nicht das Miles Davis Quintet oder die Pat Metheny Group. Ich steh' eher auf die Foo Fighters oder Queens of the Stone Age, erklärte Tini Thomsen damals.

Auf dem aktuellen Album „The Long Ride“ hat sich der musikalische Horizont geweitet. Eine subtile, leicht angeraute Funkyness, wie man sie von Defunkt oder den seligen Slickaphonics kennt, hat sich still und leise in die Musik geschlichen. Auch personelle Veränderungen hat es gegeben. Für Gitarrist JB Meijers ist der Amerikaner Tom Rapp gekommen und Bassist Mark Haanstra hat seinen niederländischen Landsmann Manuel Hugas ersetzt. Und dann ist MaxSax noch zum Quintett angewachsen.

Tini Thomsens Lebenspartner, der englische Saxophonist Nigel Hitchcock, ist hinzugekommen.

Hitchcock ist einer der meistbeschäftigten Saxophonisten der Welt. Er spielte mit Joe Cocker, Robbie Williams, Tom Jones, Ray Charles, Incognito, James Brown, WetWetWet oder Mark Knopfler ebenso wie mit dem Colin Towns Mask Orchestra, den Itchy Fingers, der NDR Big Band und Claire Martin.

Seit Nigel dabei ist, habe ich das Gefühl, dass die Band so richtig rund und homogen klingt. Wir haben mit einem zweiten Saxophon mehr solistische Möglichkeiten, mehr Soundvariabeln in petto. Die Musik klingt vielleicht deshalb jetzt auch etwas besser ausbalanciert. Die brachialen Elemente der ersten Platte sind zwar noch vorhanden, sind aber wohldosierter in einem weiter gefassten Klangbild verteilt, erklärt Tini Thomsen.

Wem der Sinn nach zukunftsweisender Musik steht, nach einer Musikerin, die den Horizont immer fest im Blick hat, der sollte dieses Konzert auf keinen Fall verpassen!

Tini Thomsen – Baritonsax

Nigel Hitchcock – Altsax

Tom Rapp – Gitarre

Mark Hanstraa – Bass

Jost Kroon – Schlagzeug (?)

 

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